Die vier geisteswissenschaftlichen Konsortien NFDI4Culture, NFDI4Memory, NFDI4Objects, und Text+ haben Anfang Juli ein Memorandum of Understanding veröffentlicht. Dieses Memorandum legt damit den Grundstein für einen gemeinsamen Aufbau einer nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Das Ziel der vier Konsortien ist es, eine gemeinsame wissenschaftsgeleitete Forschungsdateninfrastruktur zu gründen, um „die umfangreichen existierenden und die täglich neu entstehenden geistes- und kulturwissenschaftlichen Datenbestände zu erhalten und für die Forschung zugänglich zu machen“ (MoU, S. 3). In dem Memorandum of Understanding wird ein Sieben-Punkteplan präsentiert, der die Verantwortlichkeiten und die Form der Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten definiert. Das Ziel ist es unter anderem, den vielfältigen Bedürfnissen der ausdifferenzierten geisteswissenschaftlichen Forschungslandschaft in Fragen des Forschungsdatenmanagements bestmöglich gerecht zu werden. 

Damit kommen die Initiativen auch der Empfehlung des Rats für Informationsinfrastrukturen (RfII) nach, der bereits 2016 auf die Notwendigkeit eines nationalen Gefüges, das als „bundesweites, verteiltes und wachsendes Netzwerk arbeitsteilig angelegt“ (S. 2) sein soll, hingewiesen hat. 

Außerdem sind am 12. Juli die eingereichten Absichtserklärungen zum Aufbau der NFDI von der DFG veröffentlicht worden. Insgesamt haben 24 Initiativen eine verbindliche Absichtserklärungen zur Einreichung eines Antrags für das Jahr 2019 eingereicht. Hierzu zählen Text+: Sprach-und textbasierte Forschungdateninfrastruktur und das Konsortium für Forschungsdaten zu materiellen und immateriellen Kulturgütern (NFDI4Culture). Eine unverbindliche Absichtserklärung haben 23 weitere Initiativen für die Einreichung 2020 abgegeben, weitere drei beabsichtigen eine Einreichung 2021.





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